Das im 16. Jahrhundert erbaute Château de la Poupelière war der Wohnsitz von Guillaume Payen de la Poupelière, einem Angehörigen des lokalen niederen Adels und Besitzer von sieben herrschaftlichen Gütern. Im Frühjahr 1562 wurde es zu einer Hochburg des Protestantismus in der Bocage-Region.
Das heutige Schloss besteht aus zwei separaten Teilen. Der erste Teil entstand nach der Heirat von Guy-François de Gonidec de Penlan, Gutsherr von Vieuxchâtel und Gouasselglan, mit Marie-Elisabeth-Françoise Auvray de la Pouplière am 19. November 1760. Der zweite Teil wurde von André Velay für seine große Familie erbaut. Die Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten, einschließlich der Eingangshalle, wurden von Herrn Nénot, einem Architekten der Sorbonne, geleitet.

Im 20. Jahrhundert nahm das Schicksal des Château de la Poupelière eine düstere Wendung. Es wurde von John Palmer erworben, einem wohlhabenden Verbrecherboss, der auf Platz 105 der Sunday Times Rich List stand – gleichauf mit der Queen – und dessen Vermögen auf 53 Millionen Euro geschätzt wurde. Er trug den Spitznamen „Goldfinger“. Gerüchte machten die Runde, sein Reichtum stamme aus massiven Immobilienbetrügereien, insbesondere im spanischen Timesharing-Sektor. Das Schloss wurde inzwischen verkauft und ist nicht mehr öffentlich zugänglich.




